ich falle.
ich falle tief.
unendlich tief.
wann werde ich stoppen ?
stoppe ich überhaupt irgendwann ?
denn eigentlich ist alles ein fall in die tiefe.
nur manchmal denkt man, man würde schweben.
in einem Moment schwebt man, man schwebt und hofft es geht aufwärts, die klingen und stimmen verschwinden hinter hauchdünnen wänden.
aber sie sind weg, man kann sie erahnen hinter den wänden, dennoch sind sie nicht greifbar.
und im nächsten Moment geht es wieder so schnell abwärts das dein herz - oder wie man es nennen will - in deinen ohren rauscht und es so schnell klopft das du denkst das du ohnmächtig wirst.
du hoffe das du ohnmächtig wirst.
denn man weiß genau, dass, wenn man nur einen Millimeter mehr fällt, die wände verschwinden und die klingen ihr liebstes gesicht aufsetzen und dir zu flüstern das sie einem helfen.
und man fällt.
die zeit bleibt nicht stehen - nein, sie läuft an dir vorbei und du betrachtest dich von außen.
aber gleichzeitig fühlst du dich gefangen.
gefangen in deinem selbst.
deinem selbst, welches dich auf keiner art und weise widerspiegelt.
dennoch bewegt sich dieses ES im spiegel mit wenn du davor stehst, und so merkt man das man dieses ES ist.
und wenn du fällst, die stimmen dich umgeben und du die klinge im fall ansetzt hoffst du das du es richtig machst.
aber mit jedem weiteren schnitt, ist das loch in das man fällt enger und die scherben werden größer.
und sollte dennoch nach einem unendlich tiefen fall der zustand des schwebens wieder einsetzen, so hoffst du, das du nach diesem langen kampf den weg nach oben findest.
du kämpfst und kämpfst und kämpfst..glaubst du seist voran gekommen.
ein kleiner blick über die schulter und du siehst das alles umsonst war.
umsonst gekämpft - umsonst all seine kraft aufgegeben.
ich falle dennoch.
ich falle so tief das das licht verschwindet.
das licht ist schon sehr geraumer zeit nur noch ein flackern in weiter ferne.
wann stoppt der fall ?
dauert es noch lange bis zum aufprall ?
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